CVJM Seelitz e.V. Satzung

Grundlage aller CVJM – Arbeit ist die Pariser Basis

Satzung vom 19.12.1997

§ 1  Name und Sitz

(1)       Der Verein führt den Namen CVJM – Seelitz e. V. (Christlicher Verein Junger Menschen – Seelitz e. V.)

(2)        Er hat seinen Sitz in Seelitz.

(3)       Er ist in das Vereinsregister beim Amtsgericht Hainichen eingetragen.


§ 2  Grundlagen und Grundanliegen

(1)       Der Verein bekennt sich zu dem Herrn Jesus Christus als Gottes Sohn und Heiland der Welt und hält das Wort Gottes, die Bibel, für die entscheidende Richtschnur des Glaubens und Lebens.

(2)       Die grundlegenden Ziele dieses Vereins sind in der “Pariser Basis” von 1855 festgeschrieben: “Die Christlichen Vereine Junger Männer haben den Zweck, solche jungen Männer miteinander zu verbinden, welche Jesus Christus nach der heiligen Schrift als ihren Gott und Heiland anerkennen, in ihrem Glauben und Leben seine Jünger sein und gemeinsam danach trachten wollen, das Reich ihres Meisters unter jungen Männern auszubreiten.”

Durch den CVJM Gesamtverband wurde folgende Zusatzerklärung verabschiedet: “Die CVJM sind als Vereinigung junger Männer entstanden. Heute steht die Mitgliedschaft allen offen. Männer und Frauen, Jungen und Mädchen aus allen Völkern, Rassen, Konfessionen und sozialen Schichten bilden die weltweite Gemeinschaft des CVJM.

Die Pariser Basis gilt deshalb im Bereich des Vereins für die Arbeit mit allen Menschen.”

(3)       Der Verein steht in enger Zusammenarbeit mit der Evangelisch-Lutherischen Kirchgemeinde Seelitz.

(4)        Der Verein ist parteipolitisch neutral.


§ 3  Aufgaben und Mittel

Der Verein übernimmt insbesondere folgende Aufgaben:

(1)        Sammlung von jungen Menschen um das Wort Gottes zur Weckung und Vertiefung des Glaubens sowie die Sendung zu missionarischem Zeugnis in die Welt

(2)        Angebot sinnvoller Freizeitgestaltung für Kinder und Jugendliche, Wahrnehmung von Erziehungsaufgaben, Angebote für Familien

(3)        Jugendhilfe und offene Jugendarbeit

(4)        Bildungsarbeit für ehrenamtliche sowie hauptamtliche Mitarbeiter der Kinder- und Jugendarbeit

(5)        aktive Beteiligung bei der Gestaltung der kommunalen Kinder- und Jugendarbeit

 

Die Mittel zur Erfüllung dieser Aufgaben sind:

(1)        zeitgemäße Verkündigung der christlichen Botschaft

(2)        seelsorgerliche Hilfe, Beratungshilfe

(3)        Durchführung von Veranstaltungen, Projekten, Rüst- und Freizeiten

(4)        Mitarbeiterkreis, Schulungs- und Bildungsarbeit für Erwachsene und Jugendliche, Hauskreise

(5)        Angebote sportlicher, musischer und kreativer Art


§ 4  Gemeinnützigkeit

(1)        Der Verein verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige, mildtätige, soziale und kirchliche Zwecke im Sinne des Abschnitts “Steuerbegünstigte Zwecke” der Abgabenordnung von 1977.

(2)        Der Verein ist selbstlos tätig und verfolgt nicht in erster Linie eigenwirtschaftliche Zwecke.

(3)        Mittel des Vereins dürfen nur für satzungsgemäße Zwecke verwendet werden.

(4)       Die Mitglieder erhalten keine Gewinnanteile und in ihrer Eigenschaft als Mitglieder auch keine sonstigen Zuwendungen aus Mitteln des Vereins. Geleistete Aufwände können jedoch angemessen entschädigt werden.


§ 5  Mitgliedschaft

(1)        Mitglied kann jede Person werden, die diese Satzung als für sich verpflichtend anerkennt und das 14. Lebensjahr vollendet hat.

(2)       Über die Aufnahme in den Verein entscheidet der Vorstand auf schriftlichen Antrag. Die Ablehnung des Antrages zur Aufnahme in den Verein ist schriftlich zu begründen. Binnen vier Wochen nach Bekanntgabe der Ablehnung besteht eine Einspruchsmöglichkeit; über einen solchen Einspruch entscheidet die Mitgliederversammlung.

(3)       Mitglieder verpflichten sich zur Zahlung des Mitgliederbeitrages, der von der Mitgliederversammlung festgelegt wird. Bei sozialen Härtefällen entscheidet der Vorstand auf schriftlichen Antrag des betroffenen Mitgliedes über eine Befreiung desselben von der Beitragszahlungsfrist für das laufende Geschäftsjahr.


§ 6  Austritt und Ausschluss von Mitgliedern

(1)        Zum Austritt ist eine schriftliche Erklärung bei einem Mitglied des Vorstandes einzureichen. Jedes Mitglied hat eine einmonatige Kündigungsfrist mit Aussetzung der Beitragszahlung einzuhalten.

(2)        Erklärt ein Mitglied des Vorstandes schriftlich seinen Austritt aus dem Verein, so erklärt es damit gleichzeitig sein Ausscheiden aus dem Vorstand.

(3)       Mitglieder, die schuldhaft in grober Weise die Interessen des Vereins     verletzen oder in sonstiger Weise trotz geschwisterlicher Ermahnung beharrlich den Vereinszielen zuwider handeln, können durch den Vorstand aus dem ausgeschlossen werden. Sie können mit einer Frist von vier Wochen gegen den Ausschluss widersprechen. Sodann entscheidet die Mitgliederversammlung endgültig.


§ 7  Organe des Vereins

Organe des Vereins sind:

1. Mitgliederversammlung

2. Vorstand


§ 8  Mitgliederversammlung

(1)        Zur Mitgliederversammlung ruft der Vorstand mindestens einmal im Jahr die Mitglieder zusammen.

(2)        Die Mitgliederversammlung hat insbesondere die Aufgaben :

– beschließt Grundsätze, nach denen der Verein zu arbeiten hat

– den Vorstand zu wählen

– die rechtliche Vertretung des Vereins zu regeln

– den Haushaltsplan zu beschließen

– die Mitgliederbeiträge festzusetzen

– die Jahresrechnung zu prüfen und zu genehmigen

– dem Vorstand Entlastung zu erteilen

– das Arbeitsprogramm zu beraten

– den Verein aufzulösen

(3)        Die Einberufung zur Mitgliederversammlung ist wenigstens 14 Tage vorher mit Angabe der vorläufigen Tagesordnung durch schriftliche   Einladung bekanntzugeben.

(4)       Jedes in der Mitgliederversammlung erschienene Mitglied, das das 16. Lebensjahr vollendet hat, ist stimmberechtigt. Eine Vertretung durch Vollmacht ist nicht zulässig. Falls die Mitgliederversammlung die Auflösung des Vereins beinhaltet, so beträgt die Ladungsfrist acht  Wochen.

(5)       Außerordentliche Mitgliederversammlungen können jederzeit vom Vorstand einberufen werden. Der Vorstand ist weiterhin zu deren Einberufung verpflichtet, wenn wenigstens ein Drittel der  stimmberechtigten Mitglieder des Vereins unter Angabe der zu behandelnden Punkte dies schriftlich beantragt.

(6)        Die Mitgliederversammlung ist ohne Rücksicht auf die Zahl der erschienenen Mitglieder beschlussfähig, soweit diese Satzung nichts anderes vorschreibt.

(7)        Die Mitgliederversammlung beschließt mit einfacher Mehrheit, soweit die Satzung nichts anderes vorschreibt. Ein Protokoll ist vom Schriftwart oder bei dessen Abwesenheit von seinem Vertreter zu unterschreiben.


§ 9  Der Vorstand

 

(1)Der Vorstand besteht aus mindestens 3 Personen. Er ist Vorstand im Sinne des §26 BGB. Er vertritt den Verein gerichtlich und außergerichtlich. Je zwei Vorstandsmitglieder sind gemeinsam vertretungsberechtigt. Seine Geschäftsverteilung regelt er in eigener Zuständigkeit. Er arbeitet nach der durch die Mitgliederversammlung bestätigten Geschäftsordnung. Nach Möglichkeit sollen verschiedene Berufsgruppen vertreten sein.

(2)       Der Vorstand wird von der Mitgliederversammlung für drei Jahre gewählt. Eine Wiederwahl ist möglich. Die amtierenden Vorstandsmitglieder bleiben nach Ablauf ihrer Amtszeit so lange im Amt, bis ihre Nachfolger gewählt und im Vereinsregister eingetragen sind. Desweiteren besteht der Vorstand aus bis zu drei Beisitzern, die vom Vorstand berufen werden. Die Zahl der berufenen Personen wird von der Mitgliederversammlung vor der Wahl festgelegt.

(3)        Dem Vorstand obliegt die Führung der laufenden Geschäfte des Vereins. Er ist an die Beschlüsse der Mitgliederversammlung gebunden.

  • Der Vorstand entscheidet insbesondere über:
  • a) die Einstellung von Mitarbeiterinnen
  • b) die Mitarbeit von freiberuflichen Mitarbeiterinnen
  • c) Mietverträge
  • d) Finanzkonzepte und Anschaffungen
  • e) Anträge.

(4)       Scheidet ein gewähltes Vorstandsmitglied während seiner Dienstzeit aus, so erfolgt eine Neuwahl zur nächsten Mitgliederversammlung. Scheidet ein berufenes Mitglied aus, so kann der Vorstand eine weitere Person bis zur nächsten Mitgliederversammlung berufen.

(5)        Der Vorsitzende ruft den Vorstand mindestens zweimal jährlich zusammen. Weitere Personen können geladen werden.

(6)       Der Vorstand ist beschlussfähig, wenn 3 Vorstandsmitglieder anwesend sind. Beschlüsse werden mit einfacher Mehrheit gefasst. Bei Stimmengleichheit zählt die Stimme des Vereinsvorsitzenden doppelt. Über getroffene Beschlüsse ist ein Protokoll anzufertigen und vom Schriftführer oder bei dessen Abwesenheit von einem anderen   Vorstandsmitglied zu unterschreiben.

(7)       Gewähltes Mitglied des Vorstandes kann jedes Mitglied des Vereins werden, das sich zum Herrn Jesus Christus als Sohn Gottes und Heiland der Welt bekennt und das Wort Gottes für die alleinige Richtschnur des Glaubens und Lebens hält und mindestens 18 Jahre alt ist. In den Vorstand können Mitglieder ab 16 Jahre berufen werden.

(8)        Die Mitglieder des Vorstandes sind ehrenamtlich für den Verein tätig. Hauptamtlich angestellte Mitglieder des Vereins  dürfen kein Amt innerhalb des Vorstandes ausüben.

(9) Die vorzeitige Abwahl durch die Mitgliederversammlung und das vorzeitige Ausscheiden auf eigenes Verlangen des Vorstandes oder eines Vorstandsmitgliedes ist bei Vorlage eines wichtigen Grundes zulässig.


§ 10  Satzungsänderung

(1)       Diese Satzung kann nur in einer Mitgliederversammlung geändert werden, wenn diese bei der Einladung in der beigefügten Tagesordnung angekündigt wurde und mindestens drei Viertel der anwesenden stimmberechtigten Mitglieder für diese Änderung stimmen, bzw. eine neue Satzung beschließen.

(2)        Mindestens die Hälfte der stimmberechtigten Mitglieder muss anwesend sein. Ist die Hälfte der stimmberechtigten Mitglieder nicht anwesend, so ist über denselben Gegenstand binnen vier Wochen eine zweite Versammlung einzuberufen, welche ohne Rücksicht auf die Zahl der Anwesenden endgültig entscheidet. Auf diese Bestimmung muss bei der zweiten Einladung ausdrücklich hingewiesen werden.

(3)        Eine Aufhebung der biblischen Grundlagen und Gemeinnützigkeit ist ausgeschlossen.


§  11  Auflösung des Vereins

(1)       Für die Auflösung des Vereins müssen zwei Drittel aller stimmberechtigten Mitglieder in einer außerordentlichen Mitgliederversammlung anwesend sein. Die Auflösung des Vereins muss mit Zweidrittelmehrheit beschlossen werden.

(2)       Sind zwei Drittel der stimmberechtigten Mitglieder nicht anwesend, so ist zur nochmaligen Beschlussfassung über denselben Gegenstand binnen vier Wochen eine zweite Versammlung einzuberufen, welche ohne Rücksicht auf die Zahl der Anwesenden endgültig entscheidet. Auf diese Bestimmung muss bei der zweiten Einladung hingewiesen werden.

(3)        Das Vereinsvermögen nach Abzug aller Verbindlichkeiten fällt bei der Auflösung des Vereins der Kirchgemeinde Seelitz zweckgebunden für die Kinder- und Jugendarbeit zu.

(4)        Die Abwicklung der Geschäfte nach Auflösung des Vereins obliegt dem zuletzt amtierenden Vorstand.

 

Seelitz,den 17.11.2017